Haushaltsrede 2019
Wie in den letzten Jahren ringen die Stadtverordneten auch dieses Jahr wieder mit den Zahlen des Haushaltes und ihren Inhalten.
Es kann nicht in der Verantwortung der ehrenamtlichen Stadtverordneten liegen, weitreichende Änderungen am Haushalt vorzunehmen und da „ein Heftpflaster zu kleben“ und dort „ein paar Punkte“ zusätzlicher Grundsteuer einzusparen.
So wird es auch die nächsten Jahre sein, wenn keine Änderungen von uns (c) vorgenommen werden!
Wollen Sie das? Wir nicht!
Wenn es unser gemeinsames Ziel ist „für Allendorf und seine Bürger nur das Beste“ anzustreben, müssen wir uns Klarheit über unseren Istzustand und unsere Ziele verschaffen. Wenn wir diese Klarheit ernsthaft wollen geht es nicht ohne Einbindung unserer Bürger.
Der Bürger ist unser wichtigster Partner zur Bewertung der Gegenwart und zur erfolgreichen Umsetzung von Anforderungen die an uns gestellt werden.
Hieraus ergibt sich die strategische Ausrichtung unserer Kommune Allendorf (Lumda) auf die Aufgaben der Zukunft.
Und genau aus diesem Grund begann unsere Rede zum Haushalt 2018 mit den folgenden Worten:
„Wir sind nicht nur verantwortlich für das was wir tun,
sondern auch für das was wir nicht tun.“
Was haben wir bisher noch nicht entwickelt? (Beispiele)
– Ein Konzept für die zukünftige Betreuung (von Kleinkindern bis zu Senioren)
– Energiekonzept zur Erzeugung von Wärme und Strom. Nutzung unserer Ressourcen: Neben Sonne, Wind und Wasser ist Holz ein wichtiger Energieträger (Wertschöpfung in der Kommune!)
– Ein Baukonzept für Neubauten und Altstadtsanierung
– Konzept für die Innenstadtentwicklung (Kommunikative Mitte)
– Verkehrskonzept für alle Bürger (Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel)
Zu allen Themen gibt es erfolgreiche Beispiele anderer Kommunen! Einige liegen Ihnen seit Januar 2011 vor oder wurden bereits in diesem Gremium angesprochen.
Diese Beispiele sind für uns wertvolle Entscheidungsgrundlagen. Und das kostenlos!
Auf diese Änderung der Vorgehensweise zielt unser Antrag vom 10.03.2019 ab.
Nur über langfristige Gestaltungskonzepte können wir mit den von unseren Bürgern gezahlten Steuergeldern verantwortlich und effektiv umgehen.
Die nachhaltige Sanierung unserer Finanzen braucht zwingend eine Zukunfts- und Entwicklungsstrategie.
Hiermit haben nicht nur die Stadtverordneten, der Magistrat und die Verwaltung einen nachvollziehbaren Kompass für die notwendigen und einschneidenden Entscheidungen, sondern auch unsere Bürger.
Daher nochmals unser Appell, einen anderen Weg einzuschlagen. Wir müssen uns die Zeit nehmen und aktiv in die Ideenfindung und die Gestaltung einsteigen.
Solange diese Veränderung nicht auf dem Weg gebracht worden ist, können wir – die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen – keinem Haushalt zustimmen.
Sandra Henneberg


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